Craniosacral-Therapie

«Es existiert ein heilendes, ordnungsgebendes Prinzip in der Natur und in jedem Menschen.»

A.T. Still

Andrew Tyler Still gilt als der Entdecker der medikamentenfreien Heilkunst der Osteopathie (Knochenheilkunde). Vor rund 200 Jahren, während des amerikanischen Bürgerkrieges, verlor er innerhalb von drei Jahren fünf seiner Kinder, ohne dass die damalige Medizin etwas dagegen ausrichten konnte. Beeinflusst durch diesen Verlust forschte er nach einem Heilverfahren, das nicht auf Medizin von aussen angewiesen war.

 

Aus der Osteopathie hat sich die Craniosacral-Therapie entwickelt. Basis der heute eigenständigen Therapieform ist das Wissen um den Lebensatem. William Garner Sutherland gilt als dessen Entdecker.

 

Stille, Rhythmus und Gleichgewicht sind wichtige Begriffe in der Craniosacral-Therapie. Sutherland sagt dazu:

 

«Stille ist das Zentrum dieser Arbeit. Im Herzen jeder Bewegung ist Stille. Alles Potential des Rhythmus liegt in der Stille.»

Der Lebensatem ist als langsames, rhythmisches Pulsieren, wie die Gezeiten Ebbe und Flut, im und um den Körper spürbar. Anatomische Anhaltspunkte sind der Schädel (Cranium), das Kreuzbein (Sacrum) und die Wirbelsäule. Der craniosacrale Rhythmus überträgt sich auf die Flüssigkeit, die durch den Zentralnervenkanal zwischen dem Schädel und dem Kreuzbein zirkuliert. So beeinflusst er sehr direkt die Regulation des Nervensystems und die damit verbundenen Körpersysteme (Hormonsystem, Bewegungsapparat, Blutkreislauf, Lymphfluss) und die psychische und seelische Gesundheit.

 

Die Craniosacral-Therapie ist von der Organisation der Arbeit Komplementär Therapie (OdA KT) als Methode anerkannt.

Durch Berührung an verschiedenen Orten am Körper werden mit sanften Impulsen Selbstheilungskräfte aktiviert. Der craniosacrale Rhythmus erhält die Möglichkeit sich selber zu regulieren und in eine freie Bewegung zu kommen. In dieser Dynamik wird die ursprüngliche Ganzheit und Gesundheit im Körper und im Geist zum Ausdruck gebracht.

 

Die craniosacrale, rhythmische Bewegung kann durch die individuelle Lebensgeschichte (Geburt, Krankheit, Unfall, Trauma physisch oder psychisch usw.) eingeschränkt, unregelmässig oder geschwächt sein.

Wirksamkeit wissenschaftlich bestätigt

Eine preisgekrönte Studie von Heidemarie Haller bestätigt mit dem höchsten wissenschaftlichen Standard die Wirksamkeit und Sicherheit der Craniosacralen Therapie bei chronisch unspezifischen Nackenschmerzpatienten. Quelle: www.craniosuisse.ch

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Wirksamkeitsstudie-Haller_2016.pdf
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